In Ahnatal gibt es derzeit einen Trend, landwirtschaftlich genutzte Flächen in Gewerbeflächen umzuwandeln. Wir sollten lieber die Neuversiegelung auf ein Minimum reduzieren und die Dorfkerne so lebendig wie möglich gestalten.
Ein Projekt betrifft die klimaökologisch hochwertige Fläche „Unter der Schaftrift“ am Weimarer Kreisel gegenüber der Gaststätte „Remmler“. Dort will Aldi neu bauen und den Standort neben dem Edeka Ackermann aufgeben. Gleich neben dem Aldi-Neubau möchte Rossmann sich ansiedeln.
Eine einmal versiegelte Fläche ist für die Landwirtschaft unwiderruflich verloren. Ein Bekenntnis gegen die Versiegelung von Böden darf sich nicht auf Sonntagsreden beschränken. Ihm müssen Taten folgen, wenn Gewerbebetriebe neu bauen möchten.
„Erhebliche Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft sind vom Verursacher vorrangig zu vermeiden“, so steht es im Bundesnaturschutzgesetz. Es macht einen Unterschied, ob Aldi & Co. auf bereits versiegelten Flächen bauen oder in der freien Landschaft Ahnatals.
So könnte Aldi am alten Standort in Weimar neu bauen, für Rossmann wäre innerorts nach einer Fläche zu suchen.
Gegen den Aufstellungsbeschluss „Unter der Schaftrift“ der Gemeindevertretung Ahnatal gab es auf Initiative von Brit Käkel ein Bürgerbegehren, welches Teile von Grünem Ortsverband und Grüner Fraktion unterstützt haben. Um einen Bürgerentscheid zu erzwingen, hat es nicht gereicht. Wir bleiben trotzdem am Ball.
Michael Goldbach
Die Fläche rechts im Bild hinter dem Ortsschild sollte unversiegelt bleiben. (Foto: Michael Goldbach)